07.07.2016

Großer Erfolg für das Team um "Der Liebestrank"

Philipp HIMMELMAN Nc Andreas Tischler

Gestern feierte Der Liebestrank, Gaetano Donizettis Meisterwerk des italienischen Belcanto, seine umjubelte Premiere vor vollem Hause. Bei bestem Sommerwetter erlebten die Premierengäste, darunter Lotte Tobisch, Daniel und Harald Serafin, Elisabeth Himmer-Hirnigel, Amra Bergman, Beppo Mauhart, Antal Festetic, Elisabeth Gürtler u. v. m. eine überwältigende Premierenvorstellung des Liebestranks, der erstmalig im Steinbruch St. Margarethen aufgeführt wurde.

Die Oper im Steinbruch wartete mit einer jungen internationalen Sängerbesetzung auf, die Maßstäbe setzt. Die Partie des Nemorino wurde aufgrund der Erkrankung des italienischen Tenors Antonio Poli kurzfristig vom jungen ungarischen Sänger Tamás Tarjányi mit Bravour übernommen. Ihm zur Seite stand als Adina die spanische Sopranistin Elena Sancho Pereg, 2015 vom Fachmagazin „Opernwelt“ zur Nachwuchskünstlerin des Jahres gekürt, die spielerisch und gesanglich restlos begeisterte. In den weiteren Rollen überzeugten vollends der ukrainische Bariton Andrei Bondarenko als Belcore, der zuletzt u. a. beim Glyndebourne Festival sowie an der Deutschen Oper Berlin in der Titelrolle von Tschaikowskis Eugen Onegin reüssierte, Uwe Schenker-Primus als Dulcamara sowie Esther Dierkes als Giannetta. Alle Sängerinnen und Sänger bescherten dem Premierenpublikum eine Opernsternstunde, die lange in Erinnerung bleiben wird.

Für einen großartigen und unterhaltsamen Opernabend sorgte das Leading-Team. Regisseur Philipp Himmelmann zeigte mit feiner psychologischer Personenführung und dem notwendigen Sinn für die großen sowie die intimen Szenen, dass er bei Freilichtopern ein internationales Renomée besitzt. Seine bekannteste Inszenierung war die Puccinis Tosca bei den Bregenzer Festspielen, zuletzt arbeitete er auch im Festspielhaus Baden-Baden und an der Semperoper in Dresden. Die imposante „Wurlitzer-Bühne“, entworfen vom Bühnenbildner Raimund Bauer, fügt sich ausgezeichnet in die beeindruckende Felsenlandschaft des Steinbruchs ein. Die aufwendig und feinfühlig gestalteten Kostüme, welche die 1960er Jahre Italiens zitieren, stammen aus der Hand von Kathi Maurer. Karsten Januschke, zurzeit einer der vielversprechendsten Operndirigenten führte das junge und engagierte Symphonieorchester des Slowakischen Rundfunks präzise und einfühlsam durch die anspruchsvolle Partitur Donizettis.