Die Kostüme

Die Kostüme
„Meine Kostüme für ‚Tosca‘ verbinden die dramatische Opulenz des Barocks mit einer realistischen Detailtreue. Sie sind nicht nur prachtvoll, sondern auch historisch fundiert und helfen dabei, die Figuren glaubhaft in ihrer Zeit zu verankern“
Giuseppe Palella
Floria Tosca
Tosca erscheint im Palazzo Farnese, gehüllt in weiße Blumen und einen großen, bestickten Umhang. Darunter verbirgt sich, wie ein Geheimnis, die Farbe Rubinrot. Scarpia entkleidet sie und enthüllt mit diesem umgekehrten Kostüm die Bühne – ein Symbol für Leidenschaft und Blut.


Mario Cavaradossi
Die Reinheit von Marios Seele, seine Liebe zu Tosca und seine politischen Ideale werden durch die Farbe Weiß symbolisiert, die von den Farben seiner Maler-Palette durchdrungen ist.
Baron Scarpia
Zwischen Engelsgestalten, Heiligen und weißen Altären konzentriert sich in seiner dunklen Kleidung all die Qual und Gewalt, die seine Leidenschaft für Tosca in ihm weckt.


Cesare Angelotti
Sein zerstörtes Kostüm zeugt von Folter und Leid. Seine Ankunft offenbart die schwierige politische Realität, in der unsere Protagonisten leben. Kunst und Liebe müssen sich mit der Politik auseinandersetzen.
Sagrestano & Theatiner
Diese Kostüme sind in Wirklichkeit Verkleidungen. Diese Figuren erleben die politische Situation als Rebellen, und unter ihren religiösen Gewändern verbergen sich große Unterstützer von Mario und Angelotti.


Te Deum-Chor
Die Kinder in Weiß und Gold, wie Cherubim um den Altar, begrüßen Tosca, die wie eine Heilige erstrahlt. Sie begleiten die Königin und die Hofdamen, gekleidet in äußerst feminine und egozentrische Kleidung, die die zerbrechliche Leichtigkeit der herrschenden königlichen Figuren symbolisiert.