Henriette Gödde

Die Altistin Henriette Gödde gastiert in der Spielzeit 2018/19 wieder an der Oper Magdeburg mit ihrem Rollendebüt der Schwertleite in Wagners Die Walküre unter Kimbo Ishii. Zudem kehrt sie an die Oper Leipzig zurück, wo sie mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Ulf Schirmer als Erda in Wagners Rheingold und Siegfried zu erleben sein wird. Weitere Höhepunkte 2018/2019

bilden die Aufführung von Bachs Matthäuspassion mit dem Barockorchester Concerto con anima und der Domkantorei Paderborn, sowie Mendelssohns Elias mit dem Mainzer Bachchor unter Prof. Ralf Otto und das Projekt BACHBEWEGT! TANZ! mit Bachs Weihnachtsoratorium und der Internationalen Bachakademie Stuttgart unter Hans Christoph Rademann, welches im Dezember 2018 auch auf Italien-Tournee gehen wird.

Henriette Gödde studierte in der Gesangsklasse von Prof. Christiane Junghanns an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Nach ihrem Diplomstudium schloss sie ein Meisterklassenstudium für Lied und Konzert an, wo sie von KS Prof. Olaf Bär wichtige Impulse erhielt. Meisterkurse bei Gernhild Romberger, Ingeborg Danz, KS Christa Ludwig, Gerold Huber und Helmut Deutsch bereicherten ihr künstlerisches Schaffen.

Als Konzertsängerin etabliert sich Henriette Gödde auf nationalen und internationalen Podien. Neben Kantaten, Oratorien und Passionen J. S. Bachs und seiner Zeitgenossen, reicht ihr Repertoire über die großen Oratorien der Romantik bis hin zur zeitgenössischen Musik. So konnte man die junge Altistin auf Festivals wie dem Bachfest Dresden, den Händelfestspielen Halle, den Dresdner Musikfestspielen und dem IMPULS-Festival, sowie auf internationalen Podien wie dem Berlioz Festival Côte-Saint-André, dem Auditorium Lyon und dem Megaron Athen erleben.

Ihr künstlerisches Schaffen wird von der regen Zusammenarbeit mit renommierten Knabenchörenwie dem Dresdner Kreuzchor unter Roderich Kreile, dem Stuttgarter Hymnus unter Rainer Johannes Homburg und dem Aachener Domchor unter Berthold Botzet bereichert. Ebenso unterhält sie künstlerische Kooperationen mit Dirigenten wie Ludwig Güttler, Axel Kober, Gregor Meyer, Kent Nagano, Christoph Poppen, Ruth Reinhardt, Helmut Rilling, Leonard Slatkin, Andreas Spering und Jörg Peter Weigle.

Henriette Gödde arbeitete mit der Akademie für Alte Musik Berlin, der camerata lipsiensis, der Camerata Salzburg, Capella Augustiana, dem Ensemble Modern, der Dresdner Philharmonie, dem Leipziger Gewandhausorchester, dem Stuttgarter Kammerorchester, Virtuosi Saxoniae, dem Staatsorchester Athen und dem Orchester National de Lyon zusammen.

Gemeinsam mit der Handels Company und Rainer Johannes Homburg, nahm sie 2014 ihre erste CD mit Kantaten von Gottfried August Homilius auf, die bei Carus erschienen ist. 2017 folgte eine von der Schumann-Gesellschaft initiierte Gesamtaufnahme aller Schumann-Ensembles, die voraussichtlich 2018 bei Naxos erscheinen wird, sowie eine Aufnahme der Hohen Messe in h-Moll von J. S. Bach mit dem Collegium Vocale Leipzig und der Merseburger Hofmusik unter der Leitung von Michael Schönheit.

Neben ihrer Konzerttätigkeit gastiert Henriette Gödde immer wieder auf verschiedenen Opernbühnen Deutschlands. 2016/17 war sie erstmalig an der Oper Leipzig als Erda in Wagners Rheingold engagiert. Des Weiteren gastierte sie am Nationaltheater Weimar als Großmutter und Blumenfrau in George Alexander Albrechts Oper Die Schneekönigin und übernahm kurzfristig die Partie der Erenice in Händels Oper Sosarme, Re di Media an der Oper Halle. Als 1. Magd war sie in Richard Strauss’ Elektra am Theater Magdeburg (2015/16) zu hören. Bei den Salzburger Festspielen debütierte sie 2014 im Rahmen des YoungSingersProjekt als Tisbe in La Cenerentola für Kinder und mit Mozarts Missa in C (KV220). In der Spielzeit 2013/14 konnte man Gödde am Theater Erfurt u.a. als Olga in Tchaikowskys Eugen Onegin, Naemi in Detlev Glanerts Joseph Süß und Emilia in Verdis Otello erleben und als Dritte Dame gastierte sie in Mozarts Zauberflöte an der Staatsoperette Dresden.

Dem Genre Lied fühlt sich Henriette Gödde sehr verbunden. Mit ihrem Duo-Partner Prof. Michael Schütze gibt sie immer wieder Liederabende in ganz Deutschland. Für ihre Interpretationen des breit gefächerten Repertoires von Brahms, Mahler, Schubert, Schumann, Wagner und Wolf wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. Sie ist 1. Preisträgerin des 17. Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerbes 2016 und erhielt den Liedpreis des DEBUTWettbewerbes 2014.

Weitere Wertschätzung ihrer Arbeit dokumentieren u. a. der 2. Preis des 43. Bundeswettbewerbes Gesang und der 1. Preis des Concorso Internazionale „Musica Sacra“ 2013 in Rom.