Nina Tarandek

Die kroatische Mezzosopranistin studierte Gesang an der MUK Privatuniversität Wien bei Julia Conwel und Uta Schwabe (Masterabschluss 2011 mit Auszeichnung) sowie Lied und Oratorium bei KS Birgid Steinberger und Carolyn Hague. Zudem besuchte sie Meisterkurse bei Künstlern wie Matthias Goerne, Angelika Kirchschlager, Bernarda Fink und Rudolf Piernay. 2006 ersang sie den Ersten Preis des Fidelio Wettbewerbs in Wien. Noch zu Studienzeiten debütierte sie an der Volksoper Wien als Lehrbub in Die Meistersinger von Nürnberg. Darüber hinaus sang sie Dorabella in Così fan tutte am Teatro Teresa Carreño Caracas mit dem Simon Bolivar Orchester sowie Nancy in Brittens Albert Herring im Theater Akzent in Wien.

2009 debütierte Sie in Henzes Der Prinz von Homburg (musikalische Leitung: Marc Albrecht, Regie: Christof Loy) am Theater an der Wien.

Nach ersten Auftritten an der Oper Frankfurt als Stipendiatin im Opernstudio 2009/10 beeindruckte sie beim Cantiere Internazionale d’Arte Montepulciano in der italienischen Erstaufführung von Sciarrinos Luci mie traditrici mit ihrer Interpretation der anspruchsvollen weiblichen Hauptrolle La Malaspina (Koproduktion mit der Oper Frankfurt), was eine CD-Aufnahme bei Stradivarius und eine DVD-Veröffentlichung bei EuroArts nach sich zog.

2012/13 erfolgte ihre Aufnahme ins feste Ensemble der renommierten Oper Frankfurt. Große Aufmerksamkeit erregte sie u.a. als Angelina (Rossinis La Cenerentola), Zerlina (Don Giovanni), Sesto (in Giulio Cesare in Egitto an der Seite von Andreas Scholl), Dorabella (Così fan tutte) sowie Cherubino (Le nozze di Figaro), Kate (Owen Wingrave),Tebaldo (Don Carlo).

Große Erfolge feierte sie zudem als Cherubino in Le nozze di Figaro im Sommer 2011 an der Oper Klosterneuburg bei Wien und 2017 unter der musikalischen Leitung von Rubén Dubrovsky am Staatstheater Darmstadt.

2012 debütierte Nina Tarandek an der Semperoper Dresden in Dido und Aeneas, als Mercédès in Carmen bei den Opernfestspielen St. Margarethen und ging mit Verdis Requiem und dem Landesjugendorchester NRW auf eine Deutschland-Tournee. In der Spielzeit 2017 gastierte sie als Sesto am Theater Freiburg und 2018 als Dorabella an der Vilnius City Opera.

Nina Tarandek wurde im Fachmagazin „Opernwelt“ als „Sängerin des Jahres 2018“ nominiert.

Konzerte gab Nina Tarandek u.a. mit dem hr-Sinfonieorchester (traditionelles Neujahrskonzert im Wiesbadener Kurhaus 2011), dem Mozarteum Orchester Salzburg (Mozarts Messe in c-Moll und Beethovens 9. Sinfonie unter Leopold Hager beim Festival De Musica Religiosa de Cuenca in Spanien), dem Prager Radio-Sinfonieorchester (Operngala „Tribute to Jarmila Novotna“ im Rudolfinum) und mit den Wiener Philharmonikern in China.

Hinzu kommen Engagements für Das schlaue Füchslein (konzertant) im Münchener Gasteig mit dem BR-Sinfonieorchester unter Franz Welser-Möst, Pergolesis Stabat Mater beim Weißensee Klassik Festival.

Nina Tarandeks Partien in der Spielzeit 2018/19 umfassen u.a. noch Flora in La Traviata (an der Seite von Željko Lučić), Waltraute in Die Walküre unter der Leitung von Sebastian Weigle, sowie Auftritte in den Frankfurter Neuproduktionen von Tschaikowski Iolanta (an der Seite von Asmik Gregorian) und Verdis La forza del destino. Im Konzert wird sie bei den Kasseler Musiktagen u.a. Wagners Wesendonk Liedern in Begleitung des Frankfurter Streichsextett geben. Weitere Engagements führen sie zu den Lauterbacher Hochhaus-Konzerten und in den hr-Sendesaal. Im Rahmen eines Galakonzerts am National Theater in Varaždin singt Nina Tarandek unter der Leitung von Pavle Dešpalj mit der Zagreber Philharmonie. 2020 singt Nina Tarandek im Wiener Musikverein Pergolesis Stabat Mater mit den Wiener Virtuosen (Ensemble der Wiener Philharmoniker).