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Marie-Luise Dreßen

Die Mezzosopranistin wurde in Torgau geboren und erhielt zunächst Violinunterricht, bevor sie an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig Gesang bei Prof. Elvira Dreßen und Prof. Roland Schubert studierte. In Meisterkursen arbeitete sie mit Christa Ludwig, Brigitte Fassbaender und Franz Grundheber.


Von 2009 bis 2011 war Marie-Luise Dreßen Mitglied des Ensembles des Theater Gera-Altenburg, wo sie unter anderem als Orlofsky (Die Fledermaus), Komponist (Ariadne auf Naxos) , Dejanira (Hercules), Romeo (I Capuleti e i Montecchi) und Nele (Ulenspiegel) zu erleben war. 2010 übernahm sie die Partie der Sieglinde (Die Walküre) in einer konzertanten Aufführung zum Abschluss der Richard-Wagner-Festtage in Leipzig, 2011 debütierte sie als Octavian an der Oper Malmö.


Von 2011 bis 2016 war Marie-Luise Dreßen Ensemblemitglied am Theater Luzern, wo sie unter anderem als Orlando, Sesto (La clemenza di Tito), Eliza (My Fair Lady), Angelina (La cenerentola), Ruggiero (Alcina), Mercedes (Carmen), Nancy (Albert Herring), Adalgisa (Norma), Valencienne (Die lustige Witwe) und Mrs. Lovett (Sweeney Todd) auftrat.


Im Januar 2011 sang sie in einer Uraufführung von Simon Wills‘ The stolen smells im Kampnagel unter der Leitung von Thomas Hengelbrock und mit dem NDR-Sinfonieorchester. 2015 debütierte sie am Theater Basel in der Hölderlin Produktion von Peter Ruzicka und Vera Nemirova und sang die Hauptrolle der Fausta im Musiktheaterprojekt Die Stimmen der Frauen vom Fluss von Howard Arman unter der Regie von Carlus Padrissa (Fura dels baus).


Es folgten die Partien des Hänsel, Bersi (Andrea Chenier), Rosina (Barbier von Sevilla), Frau Reich (Die lustigen Weiber von Windsor), Wellgunde und Siegrune im Ring des Nibelungen, Baba the Turk (The Rake's Progress) und Meg Page in Falstaff als Ensemblemitglied am Staatstheater Kassel unter der Leitung von GMD Francesco Angelico. 2018 debütierte sie an der Bastille in Paris als Blumenmädchen in Parsifal unter dem Dirigat von Philippe Jordan.


Seit der Saison 19/20 arbeitet Marie-Luise Dreßen freischaffend. Im Sommer 2019 sang sie die 3. Dame in der Zauberflöte bei der Oper im Steinbruch St. Magarethen unter der Leitung von Karsten Januschke, sowie am Teatro Real in Madrid unter Ivor Bolton und an der Opera Bastille unter Cornelius Meister. An der Opera Bastille folgte auch die Partie der Rossweisse in Wagners Walküre unter der Leitung von Philippe Jordan.


In der Saison 2021/22 kehrt Marie-Luise Dreßen an die Bastille als die 3.Magd in Elektra und zur Oper im Steinbruch St. Magarethen als Fenena in Nabucco zurück.


Auch auf dem Konzertpodium gastiert Marie-Luise Dreßen regelmäßig als Altsolistin und arbeitet mit den Pianisten Alexander Schmalcz und Eric Schneider. Sie erhielt 2010 den Theater-Oscar der Bühnen Altenburg, wurde im Jahr 2012 in Gera zum Theaterpublikumsliebling gewählt und erhielt 2014 den Prix Gala des Theaterclubs Luzern. 2013 wurde sie für ihre Interpretation des Sesto (La clemenza di Tito) und 2014 für Ruggiero (Alcina) in der Zeitschrift „Opernwelt“ als „Beste Nachwuchskünstlerin“ nominiert. Am Staatstheater Kassel wurde sie 2019 mit dem Irma-Jansa-Preis ausgezeichnet.