Raimund Bauer

Raimund Bauer studierte Bühnenbild und Kostümentwurf am Mozarteum in Salzburg und an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Er bestand die Diplomprüfung mit Auszeichnung und erhielt den Förderpreis der Stadt Wien. Bauer war Assistent von Erich Wonder und Robert Wilson am Schauspielhaus Köln sowie Ausstattungsleiter am Schauspielhaus Frankfurt und am Staatstheater Stuttgart. Seit 1988 ist er freischaffender Bühnenbildner für Schauspiel und Oper, u. a. für das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg, Burgtheater Wien, Residenztheater München und das Deutsche Theater in Berlin.

In den letzten Jahren hat der Bühnenbilder an allen großen internationalen Opernhäusern entworfen: English National Opera London, Royal Opera House London, Lyric Opera Chicago, San Francisco Opera, Tel Aviv Opera, Opera Lyon, Oper Tokio, Gran Liceu Barcelona, Bayrische Staatsoper München, San Carlos Lisboa, San Carlo Neapel. Er arbeitet kontinuierlich an der Amsterdamer Oper und als Gast an der Semperoper Dresden, der Staatsoper Unter den Linden Berlin, den Bregenzer Festspielen (für die Produktion Król Roger wurde er mit dem Deutschen Bühnenpreis Opus ausgezeichnet) und den Salzburger Festspielen, wo er für die Osterfestpiele 2003 Fidelio (Dirigent: Simon Rattle) und Die Gezeichneten 2005 (Dirigent: Kent Nagano) entwarf. 2014 entwarf er La Fanciulla del West an der Opéra national de Paris und Guillaume Tell für die Welsh National Opera in Cardiff sowie am Grand Théâtre in Genève Der Cornet und Salome. 2015 feierte Bauer die Premiere von Turandot am Teatro LaScala in Mailand (Eröffnung der EXPO: Lehnhoff/Riccardo Chailly).

Raimund Bauer ist Professor für Bühnenraum an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg

Er zeichnete auch für das Bühnenbild von "Der Liebestrank" in der Oper im Steinbruch 2016 verantwortlich.