Martina Serafin

Martina Serafin wurde in Wien als Tochter als im Sängerberuf tätiger Eltern geboren. Sie studierte am Wiener Konservatorium bei Zadeka und dann bei Otto Edelman. Hier debütierte sie sehr jung im Repertoire der Operette von F. Lehar, J. Strauss und E. Kalman. Was das Opernrepertoire betrifft, debütierte sie in der Mozart-Trilogie als Fiordiligi / Donna Elvira / Gräfin von Almaviva in Graz, wo sie Mitglied des Ensembles war und dann in Stuttgart. An der Oper Stuttgart sang sie auch als Mimì in Puccinis La Bohéme, Marschallin in Strauss 'Der Rosenkavalier, Sieglinde in Wagners Die Walküre (unter der Leitung von L. Zagrosek) und Elsa in Lohengrin (Dirigent S. Soltesz).


Heute reicht ihr Repertoire von G. Puccini bis R. Strauss, von G. Verdi bis R. Wagner. Sie ist besonders bekannt für ihre Interpretation der Rolle der Tosca, die sie unter anderem für das Teatro dell'Opera in Rom (G. Gelmetti / F. Zeffirelli), das Maggio Musicale in Florenz (Z. Mehta) und Covent Garden London (A. Pappano), Arena von Verona (M. Armiliato / H. De Ana), Mailänder Scala (N. Luisotti), Caracalla (R. Palumbo / P. Pizzi), Pariser Oper (D. Oren / P. Audi), Wiener Staatsoper (P. Carignani / O. Schenk), Deutsche Oper Berlin, Liceu Barcelona, Melbourne und Peking (China) gesungen hat, sowie in Montecarlo für den Prinzen Albert und in einer DVD-Aufnahme mit R. Bruson am Teatro Greco in Taormina .


Zu ihren Auftritten in anderen italienischen Repertoires gehören: Puccinis Manon Lescaut am La Fenice in Venedig (R. Palumbo / G. Vick), das Festival Pucciniano in Torre del Lago (A. Veronesi) und an der Hamburgischen Staatsoper; Maddalena in Andrea Chénier an der Zürcher Oper (N. Santi), an der Wiener Staatsoper (M. Armiliato), am Teatro Bellini in Catania und dann in Cagliari (G. Del Monaco); Turandot (R. Chailly) mit dem Orchester der Mailänder Scala und dann beim Festival Pucciniano und erneut in Rom an der Accademia di Santa Cecilia, in der Arena von Verona (D. Oren / F. Zeffirelli), im Oman (P Domingo), zur Eröffnung der Petruzzelli in Bari (R. De Simone), beim Festival Pucciniano (M. Scaparro) und in Genua (G. Montaldo), in Zürich (G. Del Monaco), in Bilbao (J Mauceri); Donna Elvira in Don Giovanni an der Wiener Staatsoper (S. Ozawa / F. Zeffirelli); Gräfin Almaviva in Le Nozze di Figaro in Los Angeles (P. Domingo) und Fiordiligi in Così Fan Tutte in Stuttgart (L. Zagrosek).


Zu Verdis Repertoire gehören: Verdis Requiem in Montecarlo (G. Gelmetti); Abigaille (Nabucco) für die Chorégies d'Orange (P. Steinberg / J. P. Scarpitta), im Liceu in Barcelona (D. Oren / D. Abbado) und in der Arena di Verona; Elisabeth von Valois (Don Carlo) an der Mailänder Scala (F. Luisi); Vor kurzem hat sie in Macbeth am Liceu in Barcelona und an der Wiener Staatsoper gesungen.


Im deutschen Repertoire ist sie eine der bekanntesten Sopranistinnen in Rollen wie: Sieglinde (Die Walküre) am Metropolitan in New York (F. Luisi), an der Wiener Staatsoper (S. Rattle) und erneut in Wien unter F. Welser-Moest, in Zürich und Paris (P. Jordan) sowie in Berlin, Amsterdam, Toulouse, Barcelona und Tokio; Elsa (Lohengrin) in Palermo (H. De Ana), Dresden, Stuttgart und Bologna (D. Gatti); Elisabeth (Tannhäuser) an der Oper in Rom (R. Carsen) und in Amsterdam (N. Lehnoff); Isolde (Tristan und Isolde) in einer Konzertfassung beim Ravello Festival mit dem Orchester des Teatro San Carlo in Neapel. Außerdem sang sie Marschallin (Der Rosenkavalier) an der Metropolitan in New York, der Wiener Staatsoper und in San Francisco (D. Runnicles), Toulouse (N. Joel), Barcelona, Stuttgart, München und Amsterdam; Schumanns Genoveva in Palermo; Marie in Wozzeck in Essen; Lisa im Tschaikowsky-Pikovaja-Dama an der Wiener Staatsoper (S. Ozawa), in Barcelona (K. Petrenko) und in Bologna (M. Jurowski); Smetanas Die verkaufte Braut in Zürich und Bologna (unter M. Jurowski).


Sie trat in zahlreichen führenden europäischen Konzerten mit Liedern von F. Schubert, R. Schumann, Wagners Wesendonck-Liedern und Strauss-Vier Letzten Liedern unter Z. Mehta mit den Wiener Philharmonikern im Wiener Musikverein auf.


Zu ihren jüngsten Engagements gehören: Manon Lescaut an der Berliner Deutschen Oper; Lohengrin (Elsa), Rimskij-Korsakovs Schneewittchen (Kupava) an der Opera National de Paris; Turandot an der San Francisco Opera, im Metropolitan in New York, beim Festival in Torre del Lago, im Opernhaus Zürich; Nabucco in Montecarlo und an der Mailänder Scala; Tosca am Royal Opera House in London und an der Wiener Staatsoper; Turandot in Zürich


Pläne beinhalten: Tristan und Isolde (Isolde) und Tosca in Paris; La Gioconda in Brüxelles; Die Walküre in Amsterdam; Tosca in Wien; Der Ring des Nibelungen (Brünhilde) in Paris.


© Gino Di Paolo